Ein beliebter Treffpunkt

Tabakschild

Werbeschild für
Golden-Virginia-
Tabak
1990er Jahre //
Metall // Leihgabe
Paul und Reinhard
Landenberger

Werbeaufsteller
für Thomas-
Radford-Tabak
1990er Jahre //
Metall, Pappe, Kunststoff
// Leihgabe
Paul und Reinhard
Landenberger

RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN ... Wer kennt sie nicht, die Warnungen auf den Zigarettenpackungen, die auf die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens hinweisen? Doch Rauchen war nicht immer eine negativ konnotierte gesellschaftliche Praxis. Vielmehr war die Zigarette bis in die 1970er Jahre hinein ein selbstverständlicher und akzeptierter Bestandteil des öffentlichen Alltagslebens.

Auch an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war das Rauchen lange allgegenwärtig. Nachdem es zwar bereits in den 1970er Jahren erste Widerstände gegen die Rauchbelästigung in den Hörsälen gegeben hatte, wurde ein offizielles Rauchverbot jedoch erst 2004 ausgesprochen. So verwundert es nicht, dass zum Einkaufsangebot auf dem Campus von Beginn an ein Tabakladen gehörte. Kurz nach der Wiederbegründung der Universität 1946 wurden die Kolonnaden vor dem Hauptgebäude zu einer Ladenzeile umgestaltet. 1949 eröffnete der Tabakladen, der vom Pfeifentabak für die Professoren bis hin zum Tabak für die „selbstdrehenden“ Studierenden ein breites Sortiment bot. In den 1960er Jahren übernahm die Familie Landenberger das Geschäft, die es bis heute in der dritten Generation gemeinsam mit zwei Filialen in der Innenstadt führt.

Auch wenn der Raucheranteil in der Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken ist, hält sich der Laden weiterhin. Er ist vor allem als Treffpunkt ein fester Bestandteil des Universitätslebens. Studierende und andere Universitätsangehörige kaufen hier nicht nur ihre Zigaretten, sondern kommen auch zu einem netten Plausch mit den Verkäuferinnen vorbei.

Melanie Mortelé

Studentin der Kulturanthropologie/Volkskunde

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