Sportliche Erfolge und segensreiche Begegnungen

Hockeyhelm

Die Vielfalt des Hochschullebens erlebte Rosita Eckl, heute Mitarbeiterin des Max Planck-Instituts für Chemie, schon früh.

Ich bin die 1. Nicht-studierende Hochschulmeisterin der Universität Mainz. Während meiner Tätigkeit als Personalsachbearbeiterin spielte ich dreimal für das Team der Universität Mainz. 1978 gewannen wir völlig unerwartet die Hochschulmeisterschaft, neben den Ehrennadeln gab es auch einen Pokal, der üblicherweise am Sportinstitut in die Pokalvitrine kam, aber der damalige Präsident Prof. Schneider entschied, dass ich diesen Pokal bekomme, weil ich die erste nicht-studierende Hochschulmeisterin der Universität Mainz war und außerdem in die USA auswanderte. Mittlerweile bin ich schon lange wieder in Deutschland und arbeite seit 2010 am Max Planck-Institut für Chemie auf dem Campus.

1977 besuchte ein gewisser Kardinal Karol Józef Wojtyła die Universität Mainz. Während dieses Aufenthaltes besuchten mein damaliger Mann und ich zu gleicher Zeit wie der Gast aus Polen, der in Begleitung des Dekans der Katholischen Theologie, Prof. Ziegler, und einiger anderer Herren war, das China-Restaurant am Brand. Kardinal Wojtyła wunderte sich über merkwürdige Dinge auf seinem Teller aussehend wie Fledermausohren. Prof. Ziegler – für seinen Schalk bekannt – ließ ihn in dem Glauben und bediente sich auf Aufforderung Wojtyłas, der dies nicht essen mochte. Wenige Tage später begegnete mein Mann Kardinal Wojtyła zufällig in Mainz-Finthen, wo wir und auch Prof. Ziegler wohnten, und klärte ihn über die Begebenheit im China-Restaurant auf. Der Kardinal nahm’s mit Humor und gab meinem Mann nach ein wenig Plauderei einen Segensspruch und als Geschenk einen kleinen Madonnenanhänger, mit dem Sie mich hier sehen. Und ein Jahr später wurde aus dem Kardinal Papst Johannes Paul II.

Sie verbinden persönliche Erinnerungen mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz?

Dann erzählen Sie uns Ihre Geschichte!!
Schreiben Sie uns, gerne mit einem passenden Foto, das Sie als Erinnerung bewahrt haben.

© 2017 Mainzer Unigeschichten Alle Rechte vorbehalten.