Wissenschaftliche Erfolge

Schneiderhöhnpreis

Auszeichnungen und Preise für ihre exzellente Forschung erhielten und erhalten Wissenschaftler und Professoren der JGU – so auch Prof. Dr. Adolf Helke, der den ersten Schneiderhön-Preis 1987 entgegen nahm.

Der Hans-Schneiderhöhn-Preis wird von der Sparkasse in Mainz gestiftet und an Geowissenschaftler mit lagerstättenkundlicher Ausrichtung vergeben. Voraussetzung ist, dass sich die Lagerstättenkundler neben ihrer Forschung über geowissenschaftliche Bodenschätze besonders um die Rheinische Naturforschenden Gesellschaft (RNG) und das Naturhistorische Museum Mainz verdient gemacht haben.

Der Preis wurde zu Ehren von Hans Schneiderhöhn (1887-1962) vergeben, einem in Mainz geborenen Mineralogen und Geologen mit enger verwandtschaftlicher Beziehung zum Vorsitzenden der Mainzer Sparkasse.

1987 erhielt Prof. Helke erhielt den Schneiderhöhn-Preis als erster Wissenschaftler. Bisher ist der Schneiderhöhn-Preis noch zwei weitere Male – an auswärtige Wissenschaftler –vergeben worden.

Adolf Helke wurde 1902 in Sachsen geboren und studierte zunächst Marktscheidewesen an der Bergakademie Freiberg, später noch das Fach des Bergingenieurs.

Nach dem Studium war er in einer türkischen Manganerz-Grube tätig. Es folgten Dissertation und die Habilitation über jungvulkanische Erzlagerstätten im Bereich des Karpatenbogens.

Auslandsaufenthalte führten Helke erneut in die Türkei und als Stipendiat der John Hopkins University in Baltimore/Maryland in die USA. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft leitete Helke ab 1948 eine Antimon-Grube in der Türkei und wurde dann Dozent für Geowissenschaften an einer türkischen Fachhochschule für Bergingenieure.

Bevor Adolf Helke 1956 den Lehrstuhl für Lagerstättenkunde an der JGU Mainz übernahm, war er Chefgeologe der staatlichen türkischen Bergwerke. Adolf Helke verstarb am 23. November 2006 im hohen Alter von 104 Jahren in Mainz.

1962 habilitierte sich Prof. Helke an der JGU erneut über Vorkommen und Bildung von Chrom-Lagerstätten. Auch noch nach seiner Pensionierung im Jahre 1967 hielt er 35 Jahre lang Vorlesungen und Mikroskopierstunden zur Erzlagerstättenkunde: Generationen von Studierenden mussten so seine speziellen Farbbezeichnung in den Erzdünnschliffen wie z.B. „lavendelblau“ erlernen.

In den Geowissenschaftlichen Universitätssammlungen der JGU befindet sich die Lagerstättensammlung Adolf Helke mit hauptsächlich Erzen, die Prof. Helke während seiner gesamten geologischen Tätigkeiten gesammelt hat. Mit etwa 5000 Objekten belegt die Sammlung nahezu alle weltweit bekannten Erzvorkommen.

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