Arbeitsmaterial

Reiseschreibmaschine der ersten Kuratorin der Ethnografischen Studiensammlung Erika Sulzmann

Reiseschreib-maschine der ersten Kuratorin der Ethnografischen Studiensammlung Erika Sulzmann, die sie bei der „Mainzer Kongo-Expedition“ in den Jahren 1951-54 begleitete.

Nicht nur das Universitätsarchiv sammelt  Objekte, die zeigen, wie sehr sich die Arbeit an der Universität in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. In der Ethnografischen Studiensammlung steht neben den zahlreichen Objekten aus Afrika, die die erste Sammlungskuratorin Erika Sulzmann von der „Mainzer Kongo-Expedition“ 1951-54 mitbrachte, auch ihre Reiseschreibmaschine samt Klapptisch – mit dieser hielt die Ethnologin vor Ort ihre Forschungsergebnisse fest. 

Foto: Ernst Wilhelm Müller (damals Doktorand der Ethnologie) und Dr. Erika Sulzmann

Erika Sulzmann und Ernst W. Müller. mit dem Expeditionswagen,Tempo Matador, 'Max' genannt

Die gebürtige Mainzerin war eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts, die eigenständig ethnografische Forschungsreisen leiteten. Die „Mainzer Kongo-Expedition“ (1951-54) war einer der ersten größeren deutschen Forschungsreisen der Nachkriegszeit, die Erika Sulzmann zu den Ekonda und Bolia in äquatorialen Regenwald des Kongo führte. Die über 500 dort erworbenen Objekte bilden den Grundstock der ethnografischen Sammlung in Mainz, welchen sie durch Ankäufe während acht weiterer Reisen in den Jahren von 1956 bis 1980 in den Kongo ergänzen konnte.

Forschungsreise zu den Ndengese am Sankuru (DR Kongo), Foto: Charles Hénault, 1979

1948 kam sie als Assistentin an das neu eingerichtete Institut für Völkerkunde der Universität Mainz und begann 1950 mit dem Aufbau der Ethnografischen Studiensammlung, deren Kuratorin sie von 1960 bis 1976 war. Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1976 blieb sie bis kurz vor ihrem Tod im Jahre 1989 dem Institut aktiv und engagiert verbunden.

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