Studentische Orte

Axt

Axt
um 2003 // Holz,
Metall // Leihgabe
Bauwagensiedlung

Einige Rätsel gibt die Axt dem Betrachter auf. Nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie auf Exkursionen, um sich den Weg zu bahnen? Oder um seltene Stoffe für ihre Forschungen zu gewinnen? Nein, ihre Verwendung ist viel alltäglicher – und doch steht sie für ein nicht alltägliches Lebensmodell. Die Axt stammt aus der Bauwagensiedlung am Rande des Campus, wo sie zum Zerkleinern von Holz genutzt wird. Sie ist ein wichtiger Alltagsgegenstand in den bunt verzierten Bauwagen, die inmitten von Obstbäumen stehen, umgeben von Blumenkübeln und alten Sofas. Die Axt symbolisiert nicht nur den Gedanken der Selbstversorgung, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl in der Siedlung. Die Bewohnerinnen und Bewohner teilen Badezimmer, Küche und Essraum, wichtige Entscheidungen werden gemeinsam gefällt.

Es bestehen enge Kontakte der Bauwagensiedlung zum Haus Mainusch neben der Mensa. Das 1954 als Wohnhaus errichtete Gebäude wurde Anfang der 1970er Jahre von der Universität angekauft und als Ausweichquartier für verschiedene Drittmittelprojekte genutzt. Eine Zeit lang waren auch Teile des Instituts für Soziologie dort untergebracht. Nachdem es ab Mitte der 1980er Jahre für einige Zeit leer stand, wurde es 1988 von der Universität dem AStA zur Nutzung für die Aufgaben der Studierendenschaft überlassen. Betrieben wird Haus Mainusch vom Verein „Unabhängiges Kommunikationszentrum Uni Mainz e.V.“, der dort Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen veganen Kochen und Raum für Lesungen, Workshops, Filmabende oder Konzerte bietet.

 

Christian George

Leiter des Universitätsarchivs

Sara Ständecke

Studentin der Kulturanthropologie/Volkskunde

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